Alle Artikel in der Kategorie “Der ganz normale Wahnsinn

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Von der schönsten Zeit in meinem Leben.

Ich sitze im roten Sessel und mein Kopf rattert. Das Wochenede war schnell und voll, die Erholung ist irgendwie auf der Strecke geblieben, Mist. Die Mädels waren heute anstrengend, süß und anstrengend, was insgesamt eine schlechte Bilanz ist. Außerdem haben wir umgeräumt, eine totale Impuls-Aktion, die zwar dringend nötig war, allerdings erstmal mehr Chaos verursacht hat, als vorher da war (und da war schon Chaos). Mist. Ich habe über dem Umräumen heute bestimmt 5 Dinge vergessen, 2 davon von großer Wichtigkeit (die Dunkelziffer ist höher).
(Aber die habe ich vergessen)

Außerdem spuken mir die großen Fragen des Lebens im Kopf herum: Wie und wo wollen wir leben, was wollen wir verändern, wohin investieren wir unsere Zeit und unsere Kraft, was ist für diese unsere Familie das Beste? Herrjemine.

Wärend die Denkfabrik also rattert und rauscht, merke ich auf einmal, dass das schwere, zarte Bündel Mensch auf mir eingeschlafen ist. Schon lange. Ehrlich gesagt schon bei der ersten Liedzeile. Krass, denke ich. Ich sitze hier und denke und grübel, dass es nur so rattert und das Kind findet, dass es keinen friedlicheren und gemütlicheren Ort gibt, als mich. Wie ich das in ihr auslösen kann mit all meine Kopf-Hektik ist mir schleierhaft, aber wenigstens, immerhin schaffe ich es endlich, mich von ihrem Frieden anstecken zu lassen. Ich sinke tiefer in den roten Sessel, streichel ihren Kopf und fürchte, dass ich Platzen muss, so sehr lieb ich sie. Dieses Kind, hach. Und dann denke ich, was ich schon oft dachte, dort in diesem roten Sessel. Ich werde daran zurück denken, wenn die Nächte, in denen sie auf meinem Schoß einschlafen wollt längst vergangen sind und ich werde wissen, was ich jetzt auch schon weiß: Diese Zeit mit dem langsam einschlafenden Kind auf meinem Schoß, diese Zeit gehört zur schönsten Zeit meines Lebens.

Und irgendwie, einfach so, löst sich der Wirbel in meinem Kopf
dann doch noch auf.

Eine endlich-friedliche Bini

 

 

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Offizielle Stellungnahme [oder: der Schein trügt]

Café

Hier kommt eine offizielle Richtigstellung an alle, die am Freitag, 05.05.2017 zwischen 10:00-12:00 zu Gast im heimathafen Café waren und Augenzeugen eines gewöhnlichen und fröhlichen Familien-Frühstücks waren.

Dies war zu sehen [dies war nicht zu sehen]:

  • zwei suckersüße Kinder, höflich und niedlich
    [das tägliche Drama ums Schuhe anziehen. Kind 1 musste dazu erpresst werden, Kind 2 hat seine Schuhe im Wagen augenblicklich abgeschüttelt. Puh.]
  • ein Familienvater, der am Freitag Vormittag völlig entspannt mit seiner Familie frühstückt
    [hat gestern wieder 13 Stunden gearbeitet und hängt seiner Liste immer noch hinterher, von Entspannung also keine Spur]
  • die Kinder in stylischen, süßen Outfits
    [die ein pures Ablenkungsmanöver sind, weil sich die Kindesmutter nach fast zwei post-natalen Jahren immer noch unwohl in ihrer Haut fühlt]
  • beide Kinder können für ihr Alter unglaublich gut sprechen
    [aber leider nicht hören. Ihre Fähigkeit akustische Reize (von Mama) vollkommen auszublenden: hervorragend.]
  • ganz allgemeine und allumfassende Familienidylle, wie sie natürlicherweise vorkommt, wenn man Chaos-resistent, ultra-flexibel und anpassungfähig ist . Und bei optimaler Funktionsfähigkeit, auch unter ungünstigen Schlafbedingungen.
    [ich bin weder Chaos-resistent noch ultra-flexibel, habe einen schier unbezwingbaren eigenen Willen und ohne Schlaf = alles Mistekack]

So. Ich in froh, dass ich das mal klar stellen konnte. Ich glaube wirklich, dass wir manchmal so aussehen, als wäre alles Zuckerwatte. Ist es aber nicht.

Trotzdem bin ich super dankbar für diese Chaos-bringede, ungehorsame Bande. Weil sie meine Bande ist.

Eine klargestellte Bini