Alle Artikel in der Kategorie “Familie

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the best idea

You, my little Baby, you are awesome. You are so loved and so wanted. Your big sisters can’t wait to meet you (in fact, they asked every morning for a solid week, if you have finally arrived). You are prayed for and hoped for and longed for. It’s so good to have you on the way.
But to be honest with you: It was the best idea we had this summer, but I have been paying for it for all of autumn. Life in the last weeks and month was horrible. I have too many physical issues, too many emotional issues, too much of everything. Except patience that is. So I am slowing plowing my way through the jungle of pregnancy, through the waves of hormones, through the food-challenges  and the life-without-coffee-challenge and the never-ending nausea. Practicing grace with myself, saying „I’m sorry“ every day, learning once again how incredibly bendable we are as human beings to change (current or long term). Even change  that makes us a different person (and by „a different person“, I actually mean „a difficult person“. Ugh.).  More than once I thought „this is too much to carry“, but I am learning that I am indeed strong enough for this. Strong enough to have you with me, strong enough to give you everything you need.
So welcome, my sweet Babe, to my belly*report series, that starts today. I will document our time together every week and I will make an effort not to complain all the time. Promise.
You are a true miracle and that is not lost on me.
Thank God you are here.
💛

Eine pregnante Bini

P.S. belly*report #1 + belly*report #2!

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Über die Sache mit dem Kater und die Frage, warum gewollte Veränderungen eigentlich auch so schwer sind.

Wir waren in diesem Sommer in einem wunderschönen Berghotel in Tirol. Traumhaft. Allein die Tatsache, dass jemand für mich Essen kocht, den Tisch deckt und nach dem Essen alles abräumt – der Wahnsinn. Wir haben ein Eröffnungsschnäppchen beim Jochelius gemacht und können es nur wärmstens empfehlen! Vor allem auch, weil wir ein besonderes Extra vom Hotel bekommen haben – einen kleinen Kater.

Whaaaat?!?

„Was sind das für Menschen, die aus dem Urlaub Tiere mitbringen?“, habe ich mich früher gefragt. Hm, ups. Ich scheine so ein Mensch zu sein. Aber von allen Familienmitgliedern habe ich mich definitiv am meisten dagegen gesträubt (am meisten = als Einzigste. Ahem.)
„Wie wird mein Leben, mein Alltag sein mit Katze?“, habe ich mich gefragt. Ich werde ja das Futter kaufen. Ich werde bestimmt das Katzenklo sauber machen (bisher tut das aber der weltbeste Ehemann, er hat seinen Titel wirklich verdient! Oh ja.) Aber ich werde mehr Zeit mit dem Kater verbringen und mehr für ihn sorgen, als die drei anderen Familienmitglieder, die ja mit ihren eigenen Berufen beschäftigt sind (die einen mit Kind-sein, der andere mit Geld für den Katzenfutter-Kauf-verdienen.)

Als wir also im Auto saßen – drei seelige Menschen, ein seeliger Kater und ich – da machte sich in meinem Herzen ein durchaus schales Gefühl breit. Wir fuhren zurück in unsere Heimat, in unser Leben. Aber es würde anders werden. Oh nein! Dabei mag ich mein Leben!

Und dann machte es beinahe hörbar „wuuuusch“ (für drei seelige Menschen und einen seeligen Kater vielleicht nicht, aber für mich schon) und mit den Zauberkräften der emotionalen Zeitreise war ich fünf Jahre zurück katapultiert. In genau diese drei Tage im Juni 2013, die außergewöhnlich heiß waren…

Ich saß in meinem Bett und schwitzte. Die Trombosestrümpfe halfen nicht unbedingt. Sie halfen mir auch nicht dabei, mich optisch einigermaßen ansprechend zu fühlen, jetzt, wo dieser mehrere Tonnen schwere, schwangere Bauch nicht mehr kräftig spannte, sondern sich viel zu viel Haut in meiner Körpermitte tummelte. Ugh. Ich saß also da und der Milcheinschuss kam und ich schwitze noch ein bisschen mehr. Und darum weinte ich auch. Unter anderem. Ich weinte auch, weil mein Baby so schön war und so gesund. Ich weinte, weil es so brav trank und schlief. Ich hatte riesiges Glück mit genau diesem Baby, aber es traf mich mit voller Breitseite, dass sich mein Leben, mein Alltag, alles was ich bin und habe dramatischst verändern würde. Und ich nicht das Geringste dagegen tun kann. (und ja auch nicht will! Immerhin habe ich mir diese Veränderung jahrelang und genau dieses Kind monatelang gewünscht.) Und trotzdem, trotzdem ließ es meine Knie schlottern und meine Tränenkanäle weiten, dass alles anders sein wird. Und ich das Kind nicht mehr zurück geben kann und sagen „Nichts für ungut! Aber ich will mein Leben zurück, Bitte, Danke. Guten Tag.“

Ich habe noch ein wenig darüber nachgedacht – also später, als mein Gehirn nicht mehr so vernebelt war von den Stillhormonen. Es ist eine traurige Wahrheit, dass unerwartete, schlimme Veränderungen, wie Schicksalsschläge hart sind. Aber wieso dürfen denn gewollte und positive Verändungen auch schwierig sein? Wer hat das denn erlaubt? Und ich glaube, das Schwierige an Veränderungen ist, dass es meistens eine unsichere Komponente gibt, die man nicht beeinflussen kann, auf die man sich einlassen muss. Hm, einlassen. Dabei bin ich so sehr daran gewöhnt, sooo viele Optionen zu haben und sooo viel in meinem Leben gestalten zu können. Und darum stehe ich etwas baff und wie der Ochs vorm Berg vor den Tatsachen, die ich nicht gestalten kann. Die per Naturgewalt über mich kommen. (wie die Geburt und so viele Sachen, die danach kommen. Oder auch der unverhoffte Eigentum eines Katers, hehe. Und was der so unerwartetes mit sich bringt.)

Fest steht: Ich wollte die Veränderung. Dann kommt sie. Und dann denke ich: He! Ich mochte mein Leben! Es war gerade echt cool! Und jetzt ist es so.. so.. anders.

Die gute Nachricht ist: Das neue Leben mit Baby wurde auch echt sehr cool. Ooh ja. Und wie. Wir Menschen sind ja unfassbar flexibel und anpassungsfähig. Wir können uns auf zwei Tassen (!) Kaffee am Tag beschränken, wenn der Frauenarzt das vorschreibt. Wir können mit insgesamt 4 Stunden Schlaf in 30- minütigen Häppchen durch die Nacht kommen, wenn das kotzende Kleinkind das vorschreibt. Wir können uns dehnen, sehr buchstäblich und physisch, wir können uns klein machen und zurück nehmen und identitätsdefinierende Tätigkeiten in die Zeit des 45 minütigen Mittagsschlafs pressen. Wir können uns an so vieles gewöhnen – das Leben mit einem Neugeborenen oder auch das Leben mit einem Kater.

Um Himmels willen, nein, ich denke natürlich nicht, dass diese beiden Veränderungen für mich gleichwertig waren. Das blöde Vieh wird rausgeschmissen, wenn es nicht gut läuft.
(Aber den Kater behalten wir auf jeden Fall, hehe.)
(Das war ein böser Scherz, Entschuldigung, Uja-Oma!)

Jedenfalls, die Geschichte mit der Katze hat mich daran erinnert, dass die Sache mit den Veränderungen manchmal ganz schön schwer ist. Auch wenn man die Veränderung wirklich sehr wollte! Und: wie gut, dass es am Ende gut wird. (Für den Fall, dass hier jemand liest, der noch im schalen Geschmack der Veränderung steckt: es wird gut!!)

Und natürlich freue ich mich sehr berichten zu können, dass es ganz und gar herrlich ist, einen Kater zu haben. Er ist süß und lässt sich brav Kraulen (wenn er keine wichtigeren Katzen-Dinge zu tun hat, is klar). Doch, es ist wirklich schön. Auch wenn mir einige Horrorstorys erzählt wurden und ich direkt auch schon welche auf Lager habe… Unter anderem, dass die Summe, die wir wegen des ersten Katzenschnupfens beim Tierarzt gelassen haben, für ein Reihenendhaus gereicht hätte. Naja. Zum Abendessen gibt es Reis, Kinder. Ohne Soße. Zumindest für die nächsten 15-20 Jahre. So lange eben, wie wir dieses herrliche Tier haben.

Eine verkaterte Bini

 

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Kopflos. [oder: Unvergessliche Momente des Gedächtnisschwundes]

[„Kopflos“, Kunstinstallation an der Toilettenwand. Aufkleber auf Tapete. Von Norali.]

Eine echte Unterhaltung an unserem echten Küchentisch von heute Morgen:

Ich: „Mir ist gestern Nacht wieder eingefallen, was ich dir noch unbedingt erzählen wollte!“
Der weltbeste Mann: „Ah, was war’s denn?“
Ich: „Keine Ahnung, ich hab’s wieder vergessen.“

Das Problem mit der Schwangerschafts- und Stilldemenz ist, dass sie gekommen ist, um zu bleiben. Obwohl ich schon lange nicht mehr stille, bin ich weiterhin fröhlich am Vergessen, ständig, überall und alles. Wechselkleider für die KiTa, Milch kaufen, Geburtstage und immer wieder gern: mein Portemonnaie.

Letztes Wochenende war ich mit der kleinen Milia beim Bäcker (mit Portemonnaie!!) und just in dem Moment, als mir das Kleingeld ausging, verlangte sie noch lautstark nach einer Laugenstange. Ich zeigte ihr meine restlichen sechzehn Cent und erklärte ihr, dass ich beim Rewe-Einkauf Geld abheben kann und wir auf dem Rückweg ihre Laugenstange kaufen können. (nebenbei: wie bizarr aus der Sicht eines Kindes, dass wir im Rewe Essen holen und obendrein Geld. Hmja).
Bloß kam ich an der Rewe-Kasse ins Schwitzen: Wieso war da nur ein Eierkarton? Hatte ich nicht zwei gekauft? Ich hatte einen zweiten in der Hand gehabt, dass weiß ich genau, habe ich ihn gedankenverloren zurück ins Regal gestellt? Eieiei (no pun intended). Während die äußerst verständnisvolle Kassiererin mir anbot, dass ich nochmal zum Eierregal hechte, ist mir durch den genaueren Blick in die Einkaufstüte klar geworden, dass ich die zweite Eierpackung nicht vergessen hatte zu kaufen, ich hatte nur vergessen, dass ich sie schon eingepackt hatte. Puh!
Tja und vor der Tür wollte die kleine Milia dann ihre Laugenstange kaufen gehen, aber das mit dem Geld abheben, hm, ja also, dass hatte ich in dem vergessene-Eier-Trubel leider auch vergessen.

So eine Kettenreaktion der Vergesslichkeit habe ich auch letzten Herbst auf dem Weg zum thanksgiving Dinner bei Freunden erlebt. Ich wollte gerade aufbrechen, schwer bepackt mit Nachtisch und allem Möglichen, als mir einfiel, dass ich noch crushed iced aus der Tiefkühltruhe im Erdgeschoss mitnehmen wollte. Im Erdgeschoss angekommen klingelte es aber an der Tür und ich musste ein Paket für die Christiane annehmen. Danach bin ich los und wollte ihr direkt schreiben, dass ihr Paket da ist. Allerdings ist mir dann das vergessene crushed ice eingefallen. Und über dem Gedanken darüber, ob ich nochmal zurück gehen sollte, habe ich dann vergessen der Christiane vom Paket zu schreiben.

Und die Moral von der Geschicht‘?

Die habe ich vergessen.

Eine     Bini

P.S: Noch jemand da draußen vergesslich?? Schreib mir deine schönste Vergesslichkeits-Geschichte in die Kommentare! (Oder irgendeine an die du dich erinnern kannst… ;)) Ich freu mich!

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Von Tränen am Jogurtregal. [Und genereller Begeisterung für Hans Zimmer]

Hans Zimmer Zitat-1

Letzte Woche haben wir den Film „Score“ gesehen und ich war sehr inspiriert von dem obigen Hans Zimmer Zitat. Er beschrieb, wie seine Arbeit ihn manchmal durch quälende Phasen schickt. Und trotzdem sagt er: „I love, love, love what I do“. Wow.
Kurzerhand habe ich mich mal im Handlettering versucht – es ist nicht perfekt geworden, aber den Inhalt der Aussage habe ich währenddessen umgesetzt, hehe. Das Zitat hat mich daran erinnert, dass ich schon mal was geschrieben hatte, das mit Hans Zimmers Musik zu tun hatte. Also habe ich in meinen Entwürfen gekramt und voilá, ein Post aus Oktober 2016, der nie online ging. Da waren meine Mädchen 3 und 1 und ich am Rande meiner Kräfte. Und weil ich finde, dass man auch mal was Altes posten kann, mache ich das heute! Los geht’s:

Diese ganze unfassbare Kiste mit den Schwangerschaften und dem Kinder-kriegen-und-haben hat in mir so viel aufgewühlt und auf den Kopf gestellt. Ganz vorn dabei: Das „zu-viel-fühlen“.

Vor den Kindern war ich schon ein wenig sensibel, aber eher so, sagen wir „medium“. Ich wollte nie besondere Hege und Pflege haben, dafür war ich viel zu stolz. Statt einem zarten Pflänzchen war ich lieber eine toughe Sau und so wollte ich auch bleiben. Ich war unkompliziert, ich war selbstmotiviert, ich war vor allem unfassbar zielstrebig und ehrgeizig und staaahlhart.

Hmja. Und dann bin ich Mutter geworden. Au weia. Denn mit der Mutterschaft kamen die Tränen. Über alles. Über die Schrecklichkeit der Welt und über eine kleine Rötung am Bauchnabel des Babys. Über vollgekotze Bettwäsche und aufgrund der Sehnsucht nach erholsamem Nachtschlaf. Ich habe geweint, wenn ich daran gedacht habe, wie es Flüchtlingen in diesem Moment geht und noch mehr geweint bei der Vorstellung, dass junge Mütter wie ich unter den Flüchtlingen sind und genauso weinen wie ich, nur noch viel schlimmer. Ich habe geweint, weil ich so viel weine. Ich weine beim Gedanken daran, meine Mädchen eines Tages vielleicht im Brautkleid zum Traualtar schreiten zu sehen. Ich weine bei der Vorstellung, dass ich sterben könnte, während sie noch ganz klein sind. Ich weine, weil ich in meiner Chaos-Wohnung nicht atmen kann. Und vor dem Jogurtregal. Da stand ich gestern und habe die Tränen hochsteigen fühlen, ohne ersichtlichen Grund, einfach nur so, aus prinzipieller Erschöpfung. Dann habe ich mich zusammen gerissen, durch geatmet und weiter eingekauft. Später hab ich gemerkt – ich hab den Jogurt vergessen! Ich stand vor dem Regal und hab ihn vergessen. Eieiei. Also hab ich eine Packung Jogurt genommen und den sichersten Platz im Einkaufswagen gesucht – nicht auf den Trauben, links ist auch alles voll, am besten ich stell ihn rechts oben in die Ecke… Wo natürlich schon einer steht. Hatte ihn doch schon geholt. Dann bin ich zurück ans Jogurtregal und musste tatsächlich weinen – weil ich mir noch nicht mal für 3 Minuten merken kann, ob ich Jogurt gekauft habe oder nicht.

Aber – oh Gott sei Dank, es gibt ein „aber“! – hatte ich neulich die Erkenntnis. Wir saßen im Auto und sind durch Sonnenschein und schönste Landschaften gesaust. Irgendwas hat mich daran erinnert, dass wir in Spanien mal völlig unerwartet in ein Konzert geraten sind, in dem „The Black Pearl“ aus dem Film „Fluch der Karibik“ von einem Orchester gespielt wurde. Komponiert von Hans Zimmer*. Das hab ich schnell raus gesucht, laut gedreht und das ganze Auto hat nur so vibriert vor Herrlichkeit, Sonnenschein und dramatisch ergreifender Musik.

Da habe ich es begriffen. Das viele Fühlen ist auch ein Geschenk. Es macht mein Leben reich. Es macht mich fürchterlich empfänglich für Details, für Nuancen und für Schönheit, an der Andere vielleicht vorbei rauschen. Es macht mich fähig tief zu empfinden, stark begeistert zu sein und die Welt nicht nur in all ihrer Abscheulichkeit wahrzunehmen, sondern auch in all ihrem Glanz. [und da ist so viel Glanz, wenn man mal hinsieht!]

Seither habe ich meinen Frieden mit dem vielen Fühlen gefunden (oder bin noch dabei). Aber jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss sehr emotionale Musik hören und alle Herrlichkeit der Welt in jeder Faser meines Körpers wahrnehmen.

Eine vielfühlige Bini

Edit im Jan. 2018: Das mit dem Weinen ist gemeinsam mit der generellen Erschöpfung weniger geworden, Gott sei Dank! Aber viel-fühlen ist wohl der neue Standard bei mir… ;)
*ich korrigiere: „the black pearl“ wurde von Klaus Badelt komponiert und zusammen mit Hans Zimmer produziert. Wer’s ganz genau wissen will, kann bei wikipedia nachlesen.

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Von der schönsten Zeit in meinem Leben.

Ich sitze im roten Sessel und mein Kopf rattert. Das Wochenede war schnell und voll, die Erholung ist irgendwie auf der Strecke geblieben, Mist. Die Mädels waren heute anstrengend, süß und anstrengend, was insgesamt eine schlechte Bilanz ist. Außerdem haben wir umgeräumt, eine totale Impuls-Aktion, die zwar dringend nötig war, allerdings erstmal mehr Chaos verursacht hat, als vorher da war (und da war schon Chaos). Mist. Ich habe über dem Umräumen heute bestimmt 5 Dinge vergessen, 2 davon von großer Wichtigkeit (die Dunkelziffer ist höher).
(Aber die habe ich vergessen)

Außerdem spuken mir die großen Fragen des Lebens im Kopf herum: Wie und wo wollen wir leben, was wollen wir verändern, wohin investieren wir unsere Zeit und unsere Kraft, was ist für diese unsere Familie das Beste? Herrjemine.

Wärend die Denkfabrik also rattert und rauscht, merke ich auf einmal, dass das schwere, zarte Bündel Mensch auf mir eingeschlafen ist. Schon lange. Ehrlich gesagt schon bei der ersten Liedzeile. Krass, denke ich. Ich sitze hier und denke und grübel, dass es nur so rattert und das Kind findet, dass es keinen friedlicheren und gemütlicheren Ort gibt, als mich. Wie ich das in ihr auslösen kann mit all meine Kopf-Hektik ist mir schleierhaft, aber wenigstens, immerhin schaffe ich es endlich, mich von ihrem Frieden anstecken zu lassen. Ich sinke tiefer in den roten Sessel, streichel ihren Kopf und fürchte, dass ich Platzen muss, so sehr lieb ich sie. Dieses Kind, hach. Und dann denke ich, was ich schon oft dachte, dort in diesem roten Sessel. Ich werde daran zurück denken, wenn die Nächte, in denen sie auf meinem Schoß einschlafen wollt längst vergangen sind und ich werde wissen, was ich jetzt auch schon weiß: Diese Zeit mit dem langsam einschlafenden Kind auf meinem Schoß, diese Zeit gehört zur schönsten Zeit meines Lebens.

Und irgendwie, einfach so, löst sich der Wirbel in meinem Kopf
dann doch noch auf.

Eine endlich-friedliche Bini

 

 

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Offizielle Stellungnahme [oder: der Schein trügt]

Café

Hier kommt eine offizielle Richtigstellung an alle, die am Freitag, 05.05.2017 zwischen 10:00-12:00 zu Gast im heimathafen Café waren und Augenzeugen eines gewöhnlichen und fröhlichen Familien-Frühstücks waren.

Dies war zu sehen [dies war nicht zu sehen]:

  • zwei suckersüße Kinder, höflich und niedlich
    [das tägliche Drama ums Schuhe anziehen. Kind 1 musste dazu erpresst werden, Kind 2 hat seine Schuhe im Wagen augenblicklich abgeschüttelt. Puh.]
  • ein Familienvater, der am Freitag Vormittag völlig entspannt mit seiner Familie frühstückt
    [hat gestern wieder 13 Stunden gearbeitet und hängt seiner Liste immer noch hinterher, von Entspannung also keine Spur]
  • die Kinder in stylischen, süßen Outfits
    [die ein pures Ablenkungsmanöver sind, weil sich die Kindesmutter nach fast zwei post-natalen Jahren immer noch unwohl in ihrer Haut fühlt]
  • beide Kinder können für ihr Alter unglaublich gut sprechen
    [aber leider nicht hören. Ihre Fähigkeit akustische Reize (von Mama) vollkommen auszublenden: hervorragend.]
  • ganz allgemeine und allumfassende Familienidylle, wie sie natürlicherweise vorkommt, wenn man Chaos-resistent, ultra-flexibel und anpassungfähig ist . Und bei optimaler Funktionsfähigkeit, auch unter ungünstigen Schlafbedingungen.
    [ich bin weder Chaos-resistent noch ultra-flexibel, habe einen schier unbezwingbaren eigenen Willen und ohne Schlaf = alles Mistekack]

So. Ich in froh, dass ich das mal klar stellen konnte. Ich glaube wirklich, dass wir manchmal so aussehen, als wäre alles Zuckerwatte. Ist es aber nicht.

Trotzdem bin ich super dankbar für diese Chaos-bringede, ungehorsame Bande. Weil sie meine Bande ist.

Eine klargestellte Bini

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Von geschorenem Haar und endloser Mama-Liebe

schöne Haare [Milia und ihre schönen Haare]

Letztens lag ich nachts wach. Also, erst hab ich geschlafen, aber die Milia nicht, dann hat sie geschlafen, aber ich nicht. Sie lag neben mir, hat unruhig geträumt, sich hin und her gewälzt und ich habe sie gestreichelt.

Und als ich ihre Haare gestreichelt habe, hatte ich einen dieser aberwitzigen, irrationalen Mama-Herz-Überqill-Momente. Ich habe gedacht:
„Ich hoffe, du rasierst dir nie deinen Kopf. Aber wenn doch, lieb ich dich trotzdem so sehr.
Ich hoffe, du vergisst nie, wie begeistert ich von dir bin. Aber wenn doch, lieb ich dich trotzdem so sehr.
Ich hoffe, du willst nie die Verbindung zwischen uns abbrechen. Aber wenn doch, lieb ich dich trotzdem so sehr.“

Und als ich mich heute morgen daran erinnert habe, musste ich lachen. Eine Tochter mit geschorenem Kopf, das wär schon was.

Ist das nicht unglaublich? Das man mit seinen Kindern eine Verbindung eingeht, die zur völlig idiotischen und selbstlosen Liebe führt? Ich hoffe ihre Haare bleiben auf dem Kopf und ich hoffe sie will immer ein Teil von meinem Leben sein. Aber selbst wenn sie mit Glatze auswandert und sich nie wieder meldet – ich werd sie immer lieben.

Eine endlos-liebende Bini

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Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte *

3 Mädchen
*außer zum Thema Kinder.

Dazu sagt dieses Bild absolut gar nichts. Also doch, schon, es sagt eine Menge, aber ich müsste noch 1.000 Worte hinzu fügen, um der Sache gerecht zu werden.

Das Bild sagt nicht, dass schon vor dem Frühstück allerseits eine solche Verzweiflung herrschte, dass ein Mädchen-Haarband-Partnerlook die einzige Rettung war.

Das Bild sagt nicht, dass der Rest der Wohnung ein einziges Chaos ist, in dem sich benutzte Kaffeetassen in Wäschebergen verstecken (ok, das ist übertrieben, aber auch nur ein bisschen). 

3 Mädchen

Das Bild sagt nicht, zumindest nicht in der Wucht, in der ich es fühle, wie unfassbar schön meine Mädchen sind.

Das Bild sagt nicht, wie herrlich sich ihr Lachen anhört.

Das Bild sagt nicht, dass ich unter 3 Kaffee den Tag nicht schaffe.

3 Mädchen

Das Bild sagt nicht, dass mich Noralis Ideen und Aussprüche täglich zum Lachen bringen und Milias breites Grinsen die Welt schöner macht.

Das Bild sagt nicht, dass mir nach unzähligen Krankheitstagen (Scharlach! Zähne! Grippe! Magen-Darm! Schnupfen! Zähne! Wachstumsschub! Achjaunddie ZÄHNE!) langsam die Puste ausgeht.

3 Mädchen

Es ist in echt nicht so leicht, wie es aussieht. Sonder superschwer.
Es ist in echt nicht so schön, wie es aussieht. Sondern noch viel, viel, viel schöner.

Eine  Bini im Mädchen-Haarband-Partnerlook

P.S. Das ist eigentlich einen eigenen Beitrag wert, aber egal,  jetzt kommt’s im PS: Seit kurzem kann meine Kunst kaufen – hurra!!!!! Und zwar hier: juniqe.de/sabrina-hofmann

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Don’t fight February.

Jedes Jahr wieder erwischt mich der Februar mit voller Wucht. Alles ist Grau, Grau, Grau im Februar. Alles ist müde, erkältet und am Frieren. Der Frühling scheint genau so weit weg zu sein, wie die kuschelige Bettdecke, auf die ich mich den ganzen Tag freue.

Und jedes Jahr will ich mich dagegen wehren. Will die Anstregnung ignorieren und mit Gummistiefeln durch Pfützen stampfen. Will die Müdigkeit mit schönen Kerzen vertreiben und eine dampfende Suppe kochen. Will durch meine to do Liste preschen, um am Abend nicht nur erschöpft zu sein, sondern auch was geschafft zu haben. Die „let’s do this, February“-attitude.

Aber in der letzten Zeit freunde ich mich mit dem Gedanken von Schwachheit an. Von Pausen brauchen und darum Pausen machen. Von Ideen für später aufheben und für vielleicht-sogar-eventuell jemanden enttäuschen. Eigentlich reichen mir für diesen Monat die Ziele, dass meine Kinder sauber und satt sind. (weniger stillen/mehr essen bei der Kleinen und OHNE Windel bei der Großen ist ohnehin ein monatsfüllendes Programm. Ich koche und wasche den ganzen Tag).

Gestern hat die Kleine ein Schläfchen gemacht und die Große wollte eine Geschichte hören. Das ideale 20 Minuten Fenster, um schnell die Spülmaschine auszuräumen, das Abendessen vorzubereiten und dieses blöde Antragsformular auszudrucken. Da sagt meine kleine Norali: „Mama, hörst du mit mir?“ Oh Mann, ja! So unglaublich gerne. Also haben wir auf der Couch gekuschelt und zusammen die CD angehört. So lässt sich der Februar unbedingt aushalten.

February

Darum für mich selbst und für alle die es hören müssen: Don’t fight February! Grau und müde, Schwäche und Pausen gehören zum Leben. Ich will nichts davon vermissen oder verpassen. Willkommen, du hässlicher Monat! Ich freue mich auf dich.

Eine non-fighting Bini

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Vom schönsten und leisesten Durchbruch aller Zeiten und dem schlummernden Künstler.

Angekommen

Irgendwann vor 4-6 Wochen war er endlich da. Mein Durchbruch. So sanft und leise, das er in keinster Weise dem brachialen Wort „Durchbruch“ gerecht wird, aber oh, sooo wundervoll und herrlich. Auf einmal habe ich in meinem Tag innegehalten und festgestellt – ich bin angekommen. Ich fühle mich genau richtig. Das Leben ist schön, meine beiden Mädchen sind unbeschreiblich herrlich. Ich habe das Toben des Ozeans überlebt und bin in milderen Gewässer gelandet. Oh, wie gut.
Natürlich, natürlich ist das Leben voller neuer Überraschungen und Herausforderungen. Langweilig wird’s trotz allem Angekommen-sein nicht. Besonders nicht im Winter, wenn die Bazillen sich selbst zu den Herrschern des Universums küren. Die fiesen Dinger.
Also streiche ich Weihnachtsfeiern und sage Treffen ab, wische stattdessen kleine Rotzenasen, inhaliere (mit Lied, immer mit Lied), gebe Nasentropfen und Schnupfencreme und wenn man alles bei allen durch hat, kann man direkt wieder von vorne anfangen.

Ich vereinfache wo ich kann (Hauptsache die Wäsche ist gewaschen, zusammenlegen ist ein Luxus für gesunde Tage…), schlage mir die Nächte um die Ohren als wäre ich eine feierwütige Abiturientin und ab und an halte ich inne und denke daran, dass ich meine Träume nicht vergessen will, auch wenn sie gerade hinten anstehen. Ich bin noch da. Der Künstler in mir ruht ein wenig, findet momentan kreative Lösungen bei Zeitnot und angesichts der gähnenden Leere des Kühlschranks. Oder auch wenn es unterwegs Windelunglücke gibt, die jeglicher Beschreibung spotten. Oder so. Momente zum Kreativ-Sein gibt es in Hülle und Fülle und eines Tages werde ich dafür auch wieder Fotos und Videos verwenden, richtige Künstlermaterialien wie Farbe und Pinsel und Leinwände. Und Schreiben werd ich. Schreiben, Schreiben.
Und bis es soweit ist, werde ich meinen Laptop zu klappen und den Kittel anziehen, den mir meine  kleine, große Norali genau jetzt hinhält, wo ich das hier schreibe – und knete mit ihr. Oh ja.

Eine angekommene Bini

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Das Schluchtzen in der Umkleidekabine – das war ich.

DSC_0061Neulich hab ich den dummen Fehler gemacht loszuziehen, um etwas zum Anziehen zu kaufen. Der Grundgedanke ist schon richtig, denn Kleider in denen ich mich wohlfühle, sind so rar, dass ich alle 2 Stunden waschen muss.

Aber oh. So viel Frust. Jeans mit Größen in galaktischer Höhe und zeitgleich erschreckender Enge. Oberteile in Zeltausmaß und trotzdem spannt der Knopf auf Brusthöhe. Und nebenan in der Umkleide eine Abiturientin, die fröhlich ruft „Bringst du’s mir bitte nochmal in XS, ja?“

Pfff. Meine XS Zeiten sind vorbei. Und obwohl es dafür einen wunderhübschen, sehr lohnenswerten Grund gibt, hat mein Stolz da manchmal schwer zu Schlucken. Und mein Selbstmitleidkontingent wird zum Zerbersten gefüllt. Auch, als ich die 58. Hose ausziehe und mein Blick auf die blauen, zerstochenen Oberschenkel fällt, die ich den Thrombose-Spritzen verdanke. Kein Mensch sagt einem, dass Kinder körperlich so viel kosten. Keiner.

Aber dieser Körper, den ich da habe – der hat wirklich Erstaunliches geleistet in den letzten Wochen. Er wurde gedehnt, gestochen, hat sich entzündet, ist gerissen, hat einen kompletten Menschen wachsen lassen und sorgt jetzt dafür, dass dieser kleine Mensch schon gigantische 6 kg zugenommen hat. Das sind 1,2 kg pro Monat. Nur durch meinen Körper.

Und wenn die kleine, große Norali nachts von einem schlechten Traum aufwacht, hilft kein gutes Zureden, sondern nur, dass wir uns in den Sessel setzen und sie ihren müden Körper an meinen müden Körper kuschelt. Bis ich langsam fühle, wie sie wieder zurück in den Schlaf sinkt.

Mein Körper ist – genau so wie er ist – im Moment (lebens-)wichtig für meine beiden Mädchen. Er hat sie wachsen lassen, geboren und hält sie am Leben. Und das ist viel unglaublicher und viel beeindruckender, als eine Jeans, die tatsächlich *nicht* an den Waden steckenbleiben.

Darum: Ein Hoch auf all die erstaunlichen, wundervollen, unförmigen Hochleistungs-Körper von uns Mamas. Auf dass wir mehr Gnade und mehr Geduld mit unseren fabelhaften Körpern haben. Die perfekte Wohlfühljeans kann warten. Meine beiden Mädchen brauchen meinen perfekten Körper genau jetzt.

Eine rundum zufriedene Bini

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Das Meer.

Mein Alltag fühlt sich im Moment noch ziemlich drunter und drüber an. Es fühlt sich an wie die stürmische See: mal extremer Wellengang, dann ein wenig Ruhe vor dem Sturm und schon geht’s wieder los. Es gibt mehr Windeln, als man sich vorstellen kann, mehr Bedürnisse, als man erfüllen kann  und mehr Liebe, als ich in Worte fassen kann. Ich schwimme entweder im puren Glück oder in Tränen (und beides gleichzeitig). Bäm, bäm, bäm.

Vor ein paar Tagen hab ich zu meinem Freund Gott gesagt, dass ich mich in meinem Alltag so gerne mal wieder wie in einen langweiligen, friedlichen Teich fühlen würde, so ganz ohne Naturgewalt und die unglaubliche Macht des Ozeans.

Aber Gott hat gesagt: The ocean is where you belong.

ocean

Das musste ich direkt festhalten. Und mir an die Wand hängen.
Es ist ok, wenn es hoch und runter geht im Moment. Es ist nun mal stürmisch mit zwei so kleinen Kindern. Es ist nun mal ein emotionales Auf und Ab, bis sich die Hormone eingependelt haben. Es ist anstrengend und herausfordernd und wunderschön.
Und ich bin genau da, wo ich sein soll. Genau da, wo ich hin gehöre.

Eine Bini im Meer