Archiv vom “28. Juli 2017

Kommentare 1

Von so manchem Schabernack und verletzter Aufsichtspflicht.

  • zwei Kinder + eine Schere = ein Desaster. Aber immerhin ein schönes. Die Große entschied der Kleinen eine assymetrische Frisur zu schneiden, die durch Zufall mega cool aussah. Einziger Wermutstropfen: die Frisur legte eine linkspolitische Neigung nah. Da wir jegliche politische Meinung für nicht angemessen bei einer Zweijährigen halten, durfte doch noch ein Friseur ran. (schade, eigentlich)
  • Kirschflecken kann man aus dem Sofa entfernen, indem man den Bezug in einen Topf mit kochendem Wasser tunkt. Klappt hervorragend. Tipp für regelmäßige Nutzer dieser Technik: die leichten Flecken zuerst entfernen, die dunkleren, größeren sind auch im nassen Stoff noch gut lokalisierbar.
  • Wenn man eine kleine Bootstour über den Kurpark-See macht und der vierjährige Abenteuergeist fordert näher an die 6 m hohe Fontäne heran zu schippern, sollte man ihrem Wunsch nicht folgen.

    Oder aber man macht es (wie wir Dummies) und hat im Handumdrehn ein klatschnasses Boot, eine heulende Schwester und zu viel Wasser in der Hose um sich auf der Heimfahrt mit dem Bus hin zu setzen. Hmja.  Aber Hand auf’s Herz, es ist die reinste Gaudi und wird dringend empfohlen!
  • Wie viel Sand passt ins Klo? Mehr als man denkt. Oh, ja. Aber die eigentliche Frage ist – liegt hier eine Betreuungsmissstand vor? Schließlich saß die Kindsmutter ja nicht tatenlos daneben beim Haare schneiden, Sand-ins-Klo und Kirschen-auf-dem-Sofa-essen. Was macht diese Frau nur? Ein Teil der Wahrheit ist wohl, dass sie die irrtümlich angenommene Freiheit, die größere Kinder mit sich bringen, auskostet. Vermutlich mit iced latte (diesbezügliche zweifelhafte Abhängigkeiten gelten als erwiesen).
    Aber da keine übermäßigen Erholungserscheinungen bei der Kindsmuter fest gestellt werden können, ist es treffender zu vermuten, sie kocht a) die 394. Mahlzeit in dieser Woche, oder schrubbt b) eine kleine Unterhose, die dem „Trocken sein“ des Kleinkindes lauthals widerspricht oder sie sitzt c) auf ihrem Bett und schreibt einen blog post über das Chaos, das ihre Kinder veranstalten, während eben diese die Kinderzimmertür eigenhändig geschlossen haben und fröhlich dahinter spielen.

Oh weh. Mir schwant Fürchterliches. Ich muss ganz, ganz schnell los.

Eine aufsichtspflichtige Bini

P.S. Der Schaden, der durch diesen blogpost entstand belief sich auf das durchschnittliches Chaos (vor allem Decken und Kleider) und eine angekaute Tulpe aus Holz. Glück gehabt!