Archiv vom “28. März 2017

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32 Dinge. (Teil 2)

goldene Abendsonne
[Das gab’s hier zwar schon mal zu sehen, ist aber trotzdem mein zweites Lieblingsbild von mir mit 32. Und mit der kleinen Milia.]

Teil 1 der Geburtstagsdinge 1-16 sind hier!

17. Eigenlob stinkt, aber es steht trotzdem auf meiner to do Liste. Weil mich ja sonst keiner lobt. Wie auch. Etwa mit den Worten „Mama, diese Windel hast du wirklich mega mäßig gewickelt, echt supergeil!“? Oder „Mama, ich muss jetzt mal sagen, dass mich das total beeindruckt hat, dass du bei meinem Aufstand gerade so cool geblieben bist. Alle Achtung! Das hätte nicht jede geschafft!“ oder eher „boah Schatz, die Wohnung ist super ordentlich und ich kann sehen, dass du sie heute nicht ein, nicht zwei, nein DREI Mal komplett aufgeräumt hast, mit den kleinen Chaosmaschinen hinter dir! Echt krass, Respekt!“. Nee, das macht leider keiner. Also muss ich wohl selbst ran und mich erinnern, dass ich einige Sachen ganz schön gut mache. Oh ja.

18. Wie herrlich, wenn man Freunde vier Jahre lang nicht sieht und direkt wieder einsteigt, wo man aufgehört hat. Hurra! (Danke, Steffi!!)

19. Wie herrlich, wenn man jemanden zwei Mal gesehen hat und trotzdem auf sein Bauchgefühl hört, anruft und sagt „hey, wir kennen uns kaum, aber hast du Bock auf ein Hamburg-Wochenende ohne Kinder?“. Und wie schön, WIE SCHÖN, dass Rebecca ja gesagt hat! Hurra!

20. Nicht so schön, wenn man statt Hamburg ein Wochenende auf der Couch mit Magen-Darm verbringt. Mannomann. Aber oh, Krank sein DÜRFEN ist eine wahre Wonne. (weil die Kinder ja eh bei den Großeltern waren, konnte ich tagsüber 4 Stunden schlafen und nachts dann 11. Geil.)

21. Was tun mit der roten Bete aus der Frischekiste? Schöne neue Erfindung: Spagetthi Carbonara mit karamellisierter rote Bete. Hhhhmm… Rosa Spagetti – der Knaller auf einem Mädelsabend ;)

22. Noch eine schöne Erfindung: Das Spiel „ich lieb dich so sehr…“ („…dass ich alle möglichen verrückten Dinge für dich machen würde“). Mein Favorit von der kleinen großen Norali: „Ich lieb dich so sehr, wenn ich eine Fee wäre und an der Decke laufen könnte und du wärst ein Mensch und würdest auf dem Boden laufen, dann würde ich mich in einen Menschen verwandeln und mit dir auf dem Boden laufen.“ (Herz=gebrochen)

23. ich glaube jeder hat so ein oder zwei rote Tücher beim Thema Familie. Also etwas, das man nie, nie machen/haben/sein will. Für viele ist das der Mini-Van. Oder Club Urlaub. Für mich war das immer der Essensplan. Ich wollte nie, nie, nie einen Essensplan machen, sondern mich frei wie ein Vogel in meiner Küche fühlen. Und was war ich für ein kompletter Vogel. Ich habe angefangen einen Essenplan zu machen und nie wieder zurück geschaut. So viel Entspannung im fünf-Uhr-Tief, wenn die Kinder nörgelig werden und ich zeitgleich überlegen musste, was um alles in der Welt wir essen sollen. Ha! Größerwerden ist so cool.

24. Brush scripten macht mich glücklich. Und mit 32 habe ich angefangen meine Sachen auch zu verkaufen und das macht mich auch sehr glücklich. Ein Hoch auf JUNIQE!

25. eine der weltsüßesten Zeiten mit kleinen Kindern ist, wenn sie sprechen lernen. Aktuelle Lieblingsworte (von mir): „Kokidil“ und auch „Schokalade“. Die Worte um letzteres drumherum sind übrigens meist „Brot essen mag i nich, Schokalade haben?“ Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Tjaja. (korrekte Antwort: „ja, wenn du mit der Mama teilst“ ;))

26. unser Auto! Mit 32 war ich Teil eines Autokaufs (drei Parteien) und da wir unser Geld zusammen geschmissen haben, fahren wir zum ersten Mal im Leben keine Schrottkiste, hurra! Ich werde nie wieder ohne Sitzheizung leben können. Hach.

27. ich war 32 Jahre alt, als meine Großmutter gestorben ist, die 97 Jahre alt war. Sie hatte ein erfülltes Leben, das voller Dankbarkeit und ohne Schmerz und Qual zu Ende gehen durfte. Dafür war ich sehr dankbar. Geweint habe ich trotzdem tagelang und vermissen tue ich sie immer noch so sehr, dass es in meinem Hals weh tut, wenn ich an sie denke. Und mehr denn je bin ich von Herzen dankbar, dass wir im letzten Moment entschieden haben, unsere erste Tochter nach ihr zu benennen: Ursula. (Unser Freund Thomas ist überzeugt, mit 20 will die kleine Norali nur noch Ursula genannt werden, weil der Name so cool ist. Ha!) So tragend wir ein wenig von ihrem Erbe bei uns. Und ich werde sie nie, nie, nie vergessen.

28. Wenn innerhalb einer Woche aus dem engeren Kreis jemand stirbt, jemand geboren wird und jemand heiratet, wird einem bewusst: Wir sind mitten im Leben angekommen. These will be the „good ol‘ days“!! Dies sind die Hochzeiten und Geburten und Abschiede,  die wir feiern! This is it! Bemerkenswert.

29. Wenn man eine sponate Kurzreise nach Berlin plant, hüpft das Herz höher vor Freude. Wenn man dann tatsächlich seine gesamte Familie friedlich schlummernd im Bett zurück lässt, sticht es im Herz und man muss erkennen: Es ist unglaublich schön zu gehen und zugleich unglaublich schwer zu gehen. Hach. Aber Berlin. Berlin ist so was von herrlich. Wie konnte ich das zwischenzeitlich vergessen??

30. Die zwei besten Bücher, die ich mit 32 gelesen habe: „Where’d you go, Bernadette“ und „Present over perfect“ und „Big Magic„.  Allesamt herrlich. Das erste ist ein Roman, ein kleinwenig anstrengend, aber super geil, das zweite ist von der besten Autorin aller Zeiten und das dritte hat mich mehr über meine Kunst gelehrt, als ich sagen kann. Herrlich.

31. Kaum zu glauben, wir schwer es ist, auf 32 Dinge zu kommen. Wie gut, dass meine Freundin Franzi mich daran erinnert hat, was ich in der Dankbarkeit-Runde an Thanksgiving erzählt hatte: Ich bin dankbar für den Moment, in dem ich meine Kinder wirklich SEHE. Wie zum Beispiel bei einem hektischen Mama-Norali-Ausflug zur Chocolaterie. Alles ging unterwegs schief und wir hatten nur wenig Zeit, aber der Moment, in dem ich bewusst wahrgenommen habe, wie sie aussah beim Essen: wunderschön und völlig vertieft in schokoladiges Glück, hach, die pure Herrlichkeit.

32. Es ist zwar wirklich offensichtlich, aber ich schreibe es trotzdem nochmal: Meine Töchter und mich verbindet ganz klar: Schokalade. Hhmmmm.

Geschafft! Hurra! Dann ist auch wieder Platz für andere blogposts.
(Aber nur, wenn niemand krank wird…)

Eine 33jährige Bini