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Von grauen Haaren und Gnade.

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Hach, das Mutter-Sein lehrt einen so unglaublich viel. Ob man mag oder nicht. (ich mag nicht)

Meine kleine Norali hat gerade wieder so eine Phase, in der ihre intrinsisch Motivation für profane Alltagstätigkeiten gegen Null geht. Oder eher unter Null. Wer hat schon Bock auf „Straßenschuhe aus, Hausschuhe an“ oder auch „Händewaschen vor dem Essen“ oder auch „das morgendliche Anziehen“.
Keiner.
Eben.
Und wenn man drei ist, dann hat man ja noch den unglaublichen Vorteil, sich als Alleinherrscher seiner kleinen Welt zu verstehen und darum die Dinge außerhalb des eigenen Interessensgebietes getrost übergehen zu können.

Und ich kriege graue Haare.

Weil ich mich anhöre wie eine kaputte Schallplatte und weil meine Nerven schon bessere Tage gesehen haben. Und darum gibt’s Zoff bei uns und ich HASSE das. Weil alle anderen Mamas dieser Welt in ruhigem, gelassenem aber bestimmten Ton ihre Kinder erziehen und ich die einzige bin, die manchmal Platzen könnte vor GRRR. (oder?)

Fakt ist jedenfalls – ich mag mich so nicht, bin nach jedem Donnerwetter traurig und will so nicht sein. Gott seid Dank (GOTTSEIDANK!) bekommen wir jeden Morgen eine neue Chance, an jedem neuen Tag. Darum habe ich beschlossen meine armen Nerven zu erholen und mir dann vor Augen halten, was mir wichtig ist. Und mir „etwas vor Augen halten“, das kann ich am besten im wahresten Sinne des Wortes. Darum habe ich auf meine Küchenwand geschrieben:

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So kitschig es klingt, für mich zählen am Ende des Tages Liebe und Gnade. Dass ich meinen Kindern mit Liebe begegne (situationsbedingt streng und konsequent, aber auch mit Entschuldigung und istwiedergut) und mit Gnade. Gnade, für die kleinen Alleinherrscher, denen es weh tut ihr Zepter abzulegen und Gnade für die grauhaarige Mama, die genauso herrlich unperfekt ist, wie alle anderen grauhaarigen Mamas auch.

Und wer weiß, vielleicht stehen mir graue Haare sogar.

Eine begnadete Bini ;)

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