Kommentare 3

31 Dinge, die ich mit 31 gelernt habe.

10 Jahre!
[mein Lieblingsfoto mit 31! An unserem 10. Hochzeitstag im Kurpark]

Morgen werde ich 32, höchste Zeit also, vorher noch 31 Dinge fest zu halten, die ich mit 31 gelernt habe:

  1. Ich kann einen blogpost schreiben, obwohl ich in einer komplett verwüsteten Chaos-Küche sitze, in der ich eigentlich für morgen Kochen und Geburtstagskuchen backen sollte…
  2. iMessage ist zwar nur eine kleine app, sie hat mein Leben aber revolutioniert. Ich schreibe mit meiner liebsten Alaska-Beth so, als würde sie nebenan wohnen. Herrlich ist das.
  3. Es ist ein abgesdroschener Satz und hach, dagegen sträubt sich alles in mir, aber:
    „1 Kind ist wie Urlaub“.
  4. Sehr schwanger aussehende Frauen sollte man niiiie fragen: „boah, isses bald so weit?!?“, denn dann kommt ein säuerliches „Ich hab noch 10 Wochen, grrr“. Neue Grundregel: Gespräche mit egal-wie-schwangeren immer starten mit „du siehst TOLL aus!! Kann ich dir ein Stück Kuchen spendieren?“ Oh ja. Klingt viel besser.
  5. Holland. Der Holland Urlaub war eine Horizonterweiterung, vor allem wegen der Weite am Horizont.
  6. ein Schwangerschafts Dokumentations Foto Projekt ist eine tolle Sache, ist furchtbar anstrengend, macht unglaublich Spaß und – wie bei der Schwangerschaft auch – man kann das Ende kaum abwarten.
  7. iced coffee. Oh, liebster iced coffee. Der Sommer war ohne große Mühe der schlimmste Sommer aller Zeiten und iced coffee war der Fels in meiner Brandung, der mir mehr emotionalen Halt gegeben hat, als ich zu geben mag. Im letzten halben Jahr war der 23. Januar der einzige Tag ohne iced coffee (und das war ein Unfall!).
  8. große Schwestern sind der Hammer.  Sowohl in klein (Norali), als auch in groß (meine Schwester Anja) und ganz besonders in Braut (wieder Anja).
  9. Nutella ist fatal in der Stillzeit. Oder bin ich die einzige, die über keinen Funken Impulskontrolle verfügt und das Nutellaglas mit dem Löffel bewaffnet attackiert? Ups.
  10. 10 Jahre ist der weltbeste Ehemann an meiner Seite Ehemann und ich bin unfassbar froh und dankbar und glücklich darüber. Er war und ist bis zum heutigen Tag der faszinierenste Mensch, den ich je getroffen habe.
  11. Wenn man für die Verbesserung der Ehekommunikation ein „marriage board“ an die Wand schraubt und aktuelle (meist kritische) Themen darauf vermerkt, sollte man unbedingt Zeit einplanen, um all die Themen zu besprechen. Sonst ist der nächste, kritische Punkt auf der Liste „dieses saublöde marriage board“.
  12. Eine große Kleiderauswahl haben ist vollkommen überbewertet. (Andererseits fürchte ich, dass das komplette KiTa Personal langsam dahinter kommt, dass ich jeden Tag die gleiche Hose und das gleiche Shirt anhabe… ups.)
  13. Lieblingslied in diesem Jahr, war eindeutig von Sam Smith „I’m not the only one“. Trotz des Textes. Herrlich.
  14. Das der Apfel nicht sonderlich weit vom Stamm gefallen ist, merkt man daran, dass Mutter und Tochter gemeinsam gereimte Kinderbücher vortragen können ohne eine einzige Seite aufzuschlagen. Sehr amüsant. Besonders bei diesem hier.
  15. Überhaupt ist das Jahr, in dem das Kind sprechen lernt (also so richtig, in ganzen Sätzen, mit eigenen Gedanken) ein recht amüsantes. Zu den Favoriten gehören: „Hör mal, eine Motorsäge“ Norali: „Ja, da wird gerade vielleicht ein Motor gesägt“.  Ihre beste Wortkreation: die Hebamama. Wie überaus treffend.
  16. Denn wenn irgendwo irgendwer auf der Welt denkt, dass man eine Geburt oder die erste Zeit mit Baby ohne eine Hebamme schaffen kann – dann weiß ich auch nicht. Da fehlen mir die Worte. Ich wäre nicht mehr da, ohne meine Hebamme (die beste der Welt, übrigens).
  17. Aber MIT Hebamme kann ich einen Menschen auf die Welt bringen (auch wenn ich es noch Sekunden vorher für komplett unmöglich halte)! Einen kompletten Menschen, einen supercoolen noch dazu! Darauf bin ich sehr stolz.
  18. Wenn man dann noch im Kreißsaal, mit mega frisch geschlüpftem Baby im Arm einen Ring vom Ehemann geschenkt bekommt, ist das eine unglaublich schöne Erinnerung.
  19. Wenn man denkt, dass man nach 36 Wach-Stunden (davon 18 Stunden Wehen) noch in der Lage ist, allein aufs Klo zu gehen, ist es mal wieder eine Hebamme, die einen rettet und die Füße hochhält, während man aus der Ohnmacht erwacht. Hmjaja. So war das.
  20. Shauna. Meine aktuelle Lieblingsautorin (für IMMER! Sie ist wundervoll!!) heißt Shauna Niequist und ist ganz und gar fantaschisch. Mein Lieblingsbuch ist Savor, aber bread and wine kommt gleich danach!
  21. Eine unglaubliche Erkenntnis war mit 31 (Achtung! Dafür habe ich ZEHN Ehejahre gebraucht!), dass ich meinen Mann nicht ändern kann und wohl niemals ändern werde.
  22. was zu dem Mantra geführt hat „Lieb ihn, wie er ist. Lieb ihn, wie er ist.“ Das murmele ich meistens mit zusammen gebissenen Zähnen und geballten Fäusten.
  23. wenn man denkt, das Kind kann nicht noch süßer werden – doch. Kann es. Wenn man denkt, das Kind kann nicht noch ungehorsamer werden – doch. Kann es.
  24. Dass sich zwei Schwestern in ihrem ersten gemeinsamen Jahr bereits so gern haben können, hätte ich nicht für möglich gehalten. (wer trocken lacht und sagen will: „jaha, noch! haben sie sich gern“, der soll bitte lieber den Mund halten, Dankeschön).
  25. Wer am Geburtstag einen Geburtstagskuchen essen will, sollte langsam mal anfangen mit dem Backen…
  26. Den Pinsel schwingen führt immer noch zu Höhenflügen und zu bald erwerbaren Kunstwerken. Hoffentlich gibt’s bald mehr dazu!
  27. Wenn das Kind zum ersten Wochenende bei Omi& Opi abgeholt wird, dauert es keine 25 Minuten, bis man fröhlich im Kino sitzt. Ha!
  28. Urlaub zu Hause funktioniert, wenn man nur will. Und wenn man nicht im heimathafen arbeitet, denn dann ist die Sache schon sehr viel schwieriger.
  29. Auch wenn dieser heimathafen einige Dinge sehr viel schwieriger macht, macht er unser Leben auch immer noch schöner, bunter, aufregender. Und möglich, mal so ganz klar gesagt.
  30. Pläne, die man tagsüber für abends macht, könnte man auch gleich streichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass am Abend auch nur ein Funken Restmotivation übrig ist, geht gegen 0.
  31. Außer man möchte einen Geburtstagskuchen essen. Da fange ich jetzt schnell mal mit an.

Hui! Was für ein unglaubliches Jahr! Einige Episoden waren so so schwer. Dafür haben wir einen komplett neuen Menschen auf diese Erde bekommen, einen recht fröhlichen noch dazu! Und überhaupt gab es viel Wachstum, viel Lernen, viel Beschenkt sein. Ich bin sehr dankbar für mein Jahr und bin so super gespannt auf das kommende!

Eine 31-Jahre-alte Bini

P.S. Der Kuchen ist jetzt zu müde und möchte nicht mehr gebacken werden. Vielleicht nächstes Jahr.

3 Kommentare

  1. Dankeschön, liebe Martina, ich hatte einen ganz fantastisch herzlichen Geburtstag!! :)

  2. Lena

    Oh liebe Bini!
    Ich bin Fan von Punkt Nr. 4 und natürlich 5. Punkt 10 ist so wunderbar und 15 und 24 sind nicht nur wunderbar, sondern auch wunderschön. Ich gebe zu, ich habe ein paar Einwände gegen Punkt 3, weil nach Urlaub fühle ich mich nicht, das Gegenteil wäre der Fall. Aber das ist ganz klar, meine logischerweise eingeschränkte Sicht der Dinge!

    Und p.s. gegen den grauen Februar habe ich für den 21.02 zumindest einen guten Tipp!

Schreibe eine Antwort