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swinging wild.

24 weeks
[24 Wochen]

Ich muss ganz heimlich und leise gestehen, dass ich Spielplätze meistens furchtbar langweilig finde. Ups. Aber letzte Woche haben die kleine Norali und ich das wilde Schaukeln für uns entdeckt. Damit – und mit dem einhergehenden Geschrei – ziehen wir zwar einige Aufmerksamkeit auf uns, aber es macht auch einfach riesen Spaß.

24 weeks

So lässt es sich auf Spielplätzen aushalten!

Und ehrlich, das hin und her Geschaukel ist gerade echt mein Alltag. Gestern morgen saß ich im Sonnenschein und konnte nicht fassen, wie glücklich ich bin. Später war ich für eine Routineuntersuchung im Krankenhaus und wurde von der Angst übermannt, dass meiner Familie etwas passieren könnte.

Das gehört definitiv zur Liste: “Dinge, die dir niemand über Schwangerschaft sagt.”
Punkt 294: Du wirst irrationale und überwältigende Angst haben, ohne Auslöser, aber mit sofortiger Wirkung auf der Tränendrüse. Oy.

Oh, was bin ich froh, dass ich diesen herrlichen Mann (=Fels in der Brandung) an meiner Seite habe, der meine Tränen trocknet, mir über den Kopf streichelt und sagt “wir schaffen das, mein kleines Schaf.”

Mäh.

Aber solange es auch wieder hoch schaukelt [und man dabei laut lachen und kreischen kann], ist alles gut.

24 weeks

Eine schaukelnde Bini

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Frühlingsvorboten

23 weeks
[23 Wochen und Frühlingsblumen im Wohnzimmer]

Gestern kam die Sonne raus. [Sie wird von der kleinen Norali zu allen Gelegeheiten “liebe, liebe Sonne” genannt, wegen einem Kinderlied. Ich ziehe ernsthaft in Erwägung diese Angewohnheit zu übernehmen…]

Sonnenschein ist jedenfalls gut für dieses schwangere Mädchen [und für alle anderen auch!]. Da hab ich endlich mal wieder den brush sript Pinsel ausgepackt. Und geschwungen! Das ist dann wie Frühling im Herzen. [und ja, ich werd hier auch mal was zeigen. Hach, was ich so alles will… Die Liste lässt sich so schwer mit der Realität abgleichen…]

Ach nein, ich lass meine Listen lieber ruhen und schwinge weiter den Pinsel. Oder gehe raus in die liebe, liebe Sonne. Oh ja.

Eine Bini in guter [Frühlings-] Hoffnung

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Von Tea Parties und Mädchenkram.

22 weeks[22 Wochen]

Ich mach’s mal kurz: Es ist ein Mädchen!!! Woohoo!! Ich wünsche mir (irgendwann mal in meinem Leben) einen Sohn, darum war ich ganz überrascht davon, WIE SEHR ich mich gefreut habe, dass es wieder ein Mädchen ist. Ich bin – so, wie es jedes gute Mädchen an meiner Stelle getan hätte – erstmal in Tränen ausgebrochen. Dann habe ich direkt an ihren Namen gedacht (der *fast* fest steht) und daran, dass ich zwei Schwestern aufwachsen sehen werde. Hach, wie wunderbar.

Wie der weltbeste Dominik mit all dem Mädchenkram zu Hause zurecht kommt, werden wir sehen (er freut sich auch!). Gut, dass wir mit Tea Party-Gelüsten immer zur Lena ausweichen können, dort waren wir auch gestern. Es ist soooo schön bei ihr, oder?!  [Wir waren 4 Mädels und ein Junge – Lenas Innenkind – dem der ganze Mädchenkram zum Glück nichts ausgemacht hat ;)]

Ein Hoch auf die Mädchen, juhu!
Eine dankbare Bini

P.S. Liebe Sandra, wenn du das liest und dir das alles viel zu viel gegender ist – keine Sorge, wir werden unsere Tochter natürlich gut auf ihren zukünftigen Job als Bundeskanzlerin vorbereiten ;) Regelmäßige Tea-Partys eignen sich dazu vorzüglich…

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Von wütenden Clowns und Erfolgen, die man feiern muss.

21 weeks
[21 Wochen. Dank der Faschingsfeier in der Kita mitsamt einem kleinen Clown]

In letzter Zeit habe ich öfter darüber nach gedacht, wie ich als Mama meine Erfoge feiere. Im Moment: gar nicht. Und das ist eigentlich schade.

Ich weiß noch ganz genau, wie es sich angefühlt hat, nach einer Woche post-Kaiserschnitt im Krankenhaus entlassen zu werden. MIT diesen niegelnagelneuen, klitzekleinen Baby, das so zart, rein& perfekt war. Ich dachte vor allem, ich habe doch überhaupt keine Ahnung, was ich hier tue. Irgendwie haben wir es aber hinbekommen. Die kleine Norali hat getrunken& geschlafen, ist gewachsen, hat gespielt und kaum dachte ich “ah, so mache ich das wohl”, schwups, schon war wieder alles anders. Die ersten Worte kamen und das erste “Nein!” (was sie inzwischen erweitert hat um “Nein! Magichnich!”, was sich meisten bezieht auf Gesicht waschen, Pulli anziehen, Nase schneuzen. In dieser Reihenfolge.) Und wieder denke ich “boah, keine Ahnung, wie ich damit umgehe.”

Und tatsächlich habe ich Wege gefunden und es funktioniert im Moment ganz gut (meistens). Und inzwischen weiß ich natürlich, dass es dabei nicht bleibt. Dass ich im einen Moment denke “ah, so mache ich das” und wenn ich mich umdrehe, schwups, schon ist sie in der nächsten Phase und ich denke mir “puh, keine Ahnung”. Und darum, DARUM habe ich überlegt, dass ich dringend meine Erfolge feiern muss. Mir selbst auf die Schulter klopfen und sagen “gut gemacht!”. Und vielleicht auf ein schönes Mama-Tochter-Kuchen-Date gehen. Denn dass sie halbwegs ordentlich am Tisch sitzt und alleine isst, dass ist definitiv auch ein Erfolg, den ich feiern kann!

Eine immer lernende-und-feiernde Bini

P.S. Und weil ein kreischender Clown furchtbar süß aussieht, kommt hier noch mein Lieblings-Outtake Bild von unserem 20 Sekunden Shooting…

21 weeks

 

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Autsch.

Das ist Noralis neuestes Wort aus der KiTa und es beschreibt meine letzte Woche recht treffend. Meine rechte Rippe hat mysteriös und anhaltend weh getan, was mich sehr wirkungsvoll& nachhaltig entschleunigt hat. Gott sei Dank ist es jetzt besser! Aber wir machen immer noch langsam.

belly*report-20
[20. Woche – Haaalbzeit!!!!]

Leider verdeckt: Kaffee und Rosinenbrötchen. Damit lassen sich diese gigantischen Einkaufstouren definitiv besser überstehen.

Auf in die zweite Hälfte der Schwangerschaft!

Eine langsame Bini

P.S. Eine Info an alle, die diesen blog abboniert haben (huhuu, Uja-Oma!): Ich werde diese Funktion bis zur nächsten Woche ausschalten, also nicht wundern, wenn keine emails mehr kommen. Liebe Grüße!

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Ein Hoch auf Kaffee!

19 weeks[19. Woche. Im heimathafen, mit dem weltbesten Dominik.]

Juhuu! Ich mag wieder Kaffee! Also höchstens eine Tasse am Tag, aber damit bin ich schon mehr als zufrieden… Wochenlang konnte ich noch nicht mal den Geruch ertragen [was unpraktisch ist, wenn man ein Café hat]. Gott sei Dank ist diese Phase geschafft und GOTT SEI DANK fühlt sich überhaupt alles schon wieder ein bisschen besser an.

Darum sind wir jetzt ganz fleißig, das kleine Innenkind und ich. Mit viel Bewegung (Innenkind) und mit Schreiben (ich, naja, manchmal). Ich möchte nämlich die Zeit, die ich im Moment habe so gerne nutzen und es einfach mal ausprobieren, aber oh und huihuihui, ist das SCHWER. Wer hätt’s gedacht. Mal sehn, was daraus wird…

Eine fleißig[ kaffee-trinkend]e Bini

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Die 18. Woche war random.

Erstmal waren wir krank, dann hat die kleine Norali eine Nacht lang gegen ihre Zähne gekämpft (und wir ganz tapfer an ihrer Seite) und irgendwie fühlt sich alles noch nicht ganz im groove an. Aber das wird schon noch.

Und wie schon gedacht hat mein Freund Gott gemäß seines Wesens ganz wundervoll auf meine challenge in der letzten Woche reagiert. Er trägt mich und zeigt es mir. Durch eine Rose von meiner Mama. Durch mein kleines Mädchen, dass sagt “Mama schneutzen!” und dann “toll!” (sie ist sehr fürsorglich mit mir. Und vergiss nicht, mich zu loben). Durch eine erfolgreiche Brautkleid-Einkaufstour (die Ändi hat ein Kleid, juhuu!). Durch ein kleines Wunder mit meiner Pfeiltafel, die ich mit einer wirklich leeren Tafellackdose noch 3 Mal lackiert habe. Das sind alles so kleine Alltags-Angelegenheiten, in denen jeder andere Mensch keinen Funken Gott erkennen würde.
Aber so ist Gott, er redet zu mir und zu dir in Insidern.

Als der Pfeil dann wieder von Tafellack glänzte, konnten wir auch die Bauch*Reportage*18 aufnehmen:

18 weeks

Meine einzige Vorgabe bei der Bauch*Reportage ist, zu machen, worauf ich Lust habe und dabei einfache Szenen aus unserem Alltag fest zu halten. Dies ist eine sehr all-tägliche Szene. “Mama sitzen! Buch! Schoß! Decke!” – die Befehlsform hat sie sich erfolgreich angeeignet…

18 weeks

Auf in die 19. Woche! Es geht sicherlich aufwärts!!

Eine belesene Bini

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Everything sucks.

17 weeks
[17 Wochen]

Gestern habe ich mich meinem Freund Gott einen Kaffee getrunken und mich über die Geschichte “Spuren im Sand” geärgert. Dazu muss man wissen, dass ich mich sehr leicht und sehr schnell über so einiges ärgere im Moment. Auch über schöne Geschichten. Wer sie nicht kennt: Ein Mensch läuft am Strand entlang (ein Gleichnis für durch’s Leben laufen) , schaut mit Gott zurück und fragt ihn, warum es in den schweren Zeiten des Lebens nur eine Fussspur im Sand gibt, ob Gott ihn allein gelassen hätte. Und Gott antwortet, dass er ihn getragen habe.
Eine schöne Geschichte und eine schöne Vorstellung.
Aber warum, warum bitteschön hat der arme Mensch denn gar nicht mit bekommen, dass er getragen wird von Gott? Ich finde es herzlich frustrierend, wenn man zurück schaut und denkt “oh, was war ich allein und hab mich einsam gefühlt” und dann sagt Gott, “nein in Wahrheit war ich da und habe dich getragen.” Echt jetzt? Mann, ey.

Zum Glück ist Gott Gott und kommt auch mit einer gehörigen Portion Bini-Frust klar.
Und mit meinem Gebet heute (und gestern): Ich weiß, du bist da Gott, bitte lass es mich auch spüren! Ich weiß, du trägst mich durch meine emotionalen Turbulenzen, bitte lass es mich fühlen. Ich weiß, du bist stabil und felsenfest und immerimmergut, bitte hilft mir, mich daran zu erinnern.

Ich bin gespannt, was er macht. Und in der Zwischenzeit tanzen wir, bis es besser wird.
Eine getragene Bini

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*YOU ARE HERE

Willkommen 2015! Willkommen neue Abenteuer! Willkommen kleines Innenkind!

16 weeks-3.jpg[16 Wochen]

Wie bei der letzten Schwangerschaft habe ich vor, meinen wachsenden Bauch wöchentlich zu dokumentieren. Und dazu möchte ich noch etwas sagen:

Die Wahrheit ist: Das ist für mich mehr, als ein kleines Fotoprojekt. Ich brauche das. Schwangerschaft ist ganz und gar wundervoll und zauberhaft. Für viele, viele glückliche Frauen ist es eine Zeit, in der sie durch ihr Leben schweben und strahlen. Ich gehöre nicht zu diesen Frauen. Ich muss schweren, traurigen Herzens zugeben, dass für mich schwanger sein eine ganz und gar elende Zeit ist. Ich bin nicht ich. Oder nur eine sehr, sehr doofe Version meiner selbst. Ganz schön schade, oder?

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Und weil ich mich aber in Wahrheit auf dieses Kind FREUE und weil wir es uns gewünscht haben (auch wenn wir ab und an Muffensausen gigantischen Ausmaßes bekommen), möchte ich nicht nur Meckern, sondern auch etwas machen, um diese Schwangerschaft zu FEIERN und nicht nur irgendwie durch zu stehen. Darum mache ich die Fotos. Weil ich mich vorfreuen will und begeistert sein will und Gott DANKE sagen will für dieses Wunder in meinem Bauch. Es ist nicht selbstverständlich, sondern ein riesiges Geschenk. Das weiß ich und ich bin dankbar schwanger sein zu dürfen.

Und das schöne an der zweiten Schwangerschaft ist, dass ich genau weiß, dass all die Furchtbarlichkeit, die ich im Moment fühle, auch wieder verschwinden wird. Dass es nur eine unschöne Phase ist, aber dass das Leben wieder schön wird. [ Und ich habe die leise Vermutung: schöner als vorher!]

16 weeks-2.jpg

Also: Ein Hoch auf sich*kacke*fühlen*und*trotzdem*feiern.
Ein Hoch auf einen*neuen*wundervollen*Menschen und
ein Hoch auf mit*kreativen*Projekten*die*Zeit*versüßen!

Eine leidende, schwangere, dankbare Bini

P.S. Nein, es ist kein Zufall, dass ich dasselbe anhabe, wie beim Start der 1. Bauch*Reportage… Ein lustiger Vergleich (und mein Bauch ist schon viiiel größer diesmal!). Hier bin ich auf den Tag genau so schwanger wie jetzt:

Bauch*Reportage*16-1

Ich bin gespannt, was die nächsten Wochen so bringen werden…

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Tomorrow, tomorrow…

Morgen. Morgen fängt die Krippe an.
Ich bin überzeugt davon, dass es ein guter Schritt ist, weil die kleine Norali andere Kinder so unfassbar cool findet. Ich bin überzeugt davon, dass besonders sie, aber auch wir beide davon profitieren werden.
Aber mein armes, junges Mama-Herz ist schon ein wenig schwer und wehmütig bei diesem ersten kleinen Abschied. Und es ahnt, dass es um das Abschied-nehmen wohl noch oft gehen wird in unserer Zukunft und dass es sich besser jetzt schon mal daran gewöhnt. Menno. Ich hab sie doch gerade erst bekommen und jetzt muss ich schon ein wenig loslassen? Menno.

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Aber ich freue mich auf die neue Zeit (wirklich: ich für meinen Teil bekomme ja schiere Unmengen von NEUER Zeit) und ich freue mich, dass dieser neue Abschnitt anfängt. Ich bin gespannt, wie es die kleine Norali prägen und bereichern wird. Wirklich, ich freu mich.

Aber heute Abend, da ist mein armes Mama-Herz auch sentimental, jawohl.

Eine wehmütige Bini

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Über ein Papakind [und über Liebe, die bedingungslose].

Papakind-1Gestern war kein guter Tag für die kleine Norali und mich. Nach unserem Urlaub hatte sie – wie immer nach Urlauben – die ganz, ganz große Papa-Sehnsucht. Ist ja auch schöner, wenn er da ist, das sehe ich genauso.

Papakind-2
Papakind-2Papakind-2Papakind-1Aber gestern war es besonders schlimm. Nach dem Mittagschlaf stand sie völlig zerknautscht& verpennt in ihrem Bett, hat ganz herzzerreißend nach ihrem Papa gerufen hat und sich nicht trösten lassen, sondern in eine kleine emotionale Krise reingesteigert. Irgendwann habe ich die Mama in mir links liegen lassen und getan, was jedes Mädchen an meiner Stelle getan hätte –  auch geheult.

Weil es sich so doof anfühlt, die zweite Geige zu spielen. Weil ich mir so dämlich vorkomme, dass ich meinen Tag, meine Kraft, meinen Tatendrang, meine Energie, meine Liebe, fast all meine Zeit für sie aufwende und an ihr ausrichte und dann nur “Pappa?” höre. Weil ich auch so vermisst und geliebt werden mag und nicht nur “auch gemocht”. Denn – na klar – sie mag mich sehr! Da bin ich mir sicher. Aber den Papa, den mag sie noch lieber. (Und ja, es ist krass sich so zu fühlen und noch krasser das so öffentlich zu zugeben. Aber ich glaube ehrlich gesagt, dass ich nicht die einzige bin, der es ab und an so geht. Hat jemand Tipps, Erfahrung, Ermutigung?)

Papakind-3

Für den Rest des Tages war ich ein wenig gebeutelt. Und am Abend habe ich Zeit mit meinem Freund Gott verbracht und darüber nachgedacht, wie traurig mich das macht. Aber als ich dann an sie gedacht habe, ist plötzlich alle Bitterkeit verflogen. Und mir ist klar geworden, dass ihre Zuneigung für mich nichts an meiner Zuneigung für sie ändert. Weil ich nichts dagegen tun kann, dass ich sie von ganzem Herzen, mit aller Kraft und ohne wenn und aber lieb habe. Dass ich mich nicht retten kann vor Begeisterung und dass meine Zusage für sie steht und niemals und durch nichts wanken wird. Ob sie mich mag oder nicht, ob sie mich traurig macht oder nicht, ob sie mich zur Weißglut bringt oder nicht, ob sie meine Zuneigung erwiedert oder nicht – es macht keinen Unterschied darin, wie unfassbar stark und fest und für immer ich sie lieber hab, als ich sagen kann.

Papakind-1

“Siehst du,” sagt mein Freund Gott dann zu mir, “so geht’s mir mit dir auch.” Oh, echt? So sieht Gott mich? Egal ob ich mir Zeit für ihn nehme oder nicht, ob ich versuche ihm Freude zu machen oder nicht, ob ich mein Leben mit ihm teile oder nicht, ob ich ihn traurig mache oder nicht, seine Zusage für mich steht felsenfest und er hat mich mehr lieb, als er mir sagen kann.

Krass. So ist das wohl mit der Liebe. Sie glaubt alles und hofft alles und gibt niemals auf. Und ich bin von ganzem Herzen dankbar dafür, so eine Liebe erleben zu dürfen – sie selber zu fühlen und mir sicher zu sein, dass sie mir genauso gilt.

Mamakind

Eine bedingungslose Bini

PS: Aber oh, wie war das schön, als die kleine Norali neulich nachts aufgewacht bist und auf Papas Arm nicht zur Ruhe kam und immerzu “Mama?” gefragt hat. Und dann auf meinem Arm zufrieden eingeschlafen ist. Vielleicht hat sich das Mädchen in mir zu früh Sorgen gemacht und es sind doch nur Papa-Phasen und Mama-Phasen…

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Liebe kleine Norali,

Norali1

alles an dir ist neu, mein kleines Mädchen. Niegelnagelneu. Dein linkes Ohr, deine Art ein Huhn nachzuahmen, dein Vertrauen in die Menschen. Besonders bei letzterem ist es so schön zu sehen, wie unvoreingenommen und positiv du anderen Menschen begegnest. Und gestern, da ist mein Herz ganz schwer geworden, als du mit deiner kleinen Freundin zusammen spielen wolltest, aber die Freundin lieber zu allem “Meins! Alleine!” gesagt hat. Ich bin sicher, das wirst du eines Tages verstehen und eine zeitlang auch so sehen, denn das ist eine Phase, die kommen und gehen wird. Aber gestern hast du es nicht verstanden. Hast deine kleinen, feinen Augenbrauen angestrengt gerunzelt und dann einen weiteren Versuch unternommen. Und noch einen. Geerntet hast du nur Geschrei und das langsam einsetztende Dämmern, dass du nicht mit Lesen darfst. Oh, dein Gesichtsausdruck – das hat mir das Herz ein klein wenig gebrochen. Und es hat mich ziemlich viel Kraft gekostet, dich das erleben zu lassen und nicht einzugreifen. Denn das ist die Wahrheit, die jede Mutter wohl irgendwann realisieren muss: Ich kann dich nicht beschützen. Klar, vor tropischen Krankheiten hoffentlich und vor Unwetter und vor Bauchschmerzen durch zu viel Schoki. Aber die vielen Menschen da draußen, die werden dich ab und an enttäuschen und verletzen. Das fängt jetzt schon an und es wird immer wieder so sein, da bin ich sicher.

Was ich dir aber sicher sagen kann, mein kleines, wundervolles Mädchen ist, dass es nicht an dir liegt (bestimmt wird das später mal anders, aber gestern war es einfach die Phase deiner Freundin). Dass es nichts über dich aussagt. Dass du wunderwunderwundervoll bist. Und wertvoll. Und so so geliebt, immerzu und überall. Von mir und noch mehr Menschen.

Und weißt du was, mein kleines Mädchen, von dem ich so viel lerne? Als ich gestern Abend darüber nachgedacht habe, wurde mir auf einmal klar, dass Gott genauso zu mir redet in bestimmten Situationen mit Menschen, in denen ich sehr verletzt worden bin. In anderen Situationen bin ich sicher nicht schuldlos, aber in diesem Fall sagt mir Gott, dass es nicht an mir liegt und nichts über mich aussagt. Dass mein Wert nicht dort liegt. Und dass er mich wunderwunderwundervoll findet.

Oh, mein kleines Mädchen, so viel haben wir noch zu lernen. Ich und du. Die Sache mit dem Leben und den anderen Menschen ist nicht leicht. Ich wünschte, ich könnte dich beschützen, aber es geht nicht. Stattdessen hoffe ich, dass ich es schaffe, dir diese eine einzige Sache bei zu bringen: wie unendlich und unfassbar cool du bist. Und wie wunderwunderwundervoll wir dich finden, Gott und ich.

Deine restlos-begeisterte Mama

P.S: Dein Papa übrigens, der findet dich sicherlich nicht “wunderwunderwundervoll”. Der findet eher, dass du die coolste Socke unter 2 bist, die er je getroffen hat. (Und das finde ich auch!)